
Kronen Zeitung
GÄSTE-TOR ABERKANNT
Sturm Graz patzt im Steirer-Derby gegen Hartberg
Sturm Graz hat im Meisterrennen der Bundesliga zwei Punkte liegen gelassen. Der Tabellenführer kam am Sonntag in der 26. Runde im Heimspiel gegen den TSV Hartberg nicht über ein torloses Remis hinaus. Vor den direkten Duellen gegen den Verfolger LASK schmolz der Vorsprung der Grazer auf zwei Punkte. Hartberg ist als Sechster nach vier Runden in der Meistergruppe noch sieglos.
Sturm hatte sich im Saisonverlauf zuvor zweimal 1:0 gegen den steirischen Rivalen durchgesetzt. Ein drittes Mal gelang dies am Sonntag nicht. Während der Meister die Durchschlagskraft vermissen ließ, konnte Hartberg sogar mit einem nicht gegebenen Tor von Konstantin Schopp hadern.
Bei Sturm setzte Trainer Fabio Ingolitsch auf die georgische Doppel-Zehn, weil Filip Rozga wegen einer Muskelverletzung einige Wochen fehlt. Gizo Mamageishvili spielte neben Otar Kiteishvili. Beim an vier Positionen veränderten TSV wurde notgedrungen aufgrund zweier Sperren der Abwehrverbund umgebaut. Ammar Helac hütete statt Ritzy Hülsmann das Tor, Konstantin Schopp ersetzte Abwehrchef Lukas Spendlhofer.
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Chancenarme Partie
Ingolitsch hatte sein Team wiederum auf „die Königsdisziplin“ eingestellt – das Bespielen eines tiefen Blocks. Wie erwartet gab dann Hartberg kaum Räume her und kam Sturm einmal in Abschlussposition, war stets ein TSV-Verteidiger blockend zur Stelle. Die Grazer Defensive wiederum musste angesichts der Sprintraketen Elias Havel und Markus Hoffmann hellwach sein, was in den ersten 45 Minuten auch gelang.
In Minute 33 sahen die 15.119 Zuschauer im ausverkauften Stadion einen Kopfball ohne Nachdruck von Seedy Jatta (33.), der als erster Schuss aufs Tor in die Statistik aufgenommen wurde. Auf der Gegenseite ließ Goalie Daniil Chudjakow nach einem Corner die Luftraumbeherrschung vermissen, Fabian Wilfingers Kopfball-Bogenlampe fiel auf die Oberkante der Latte (44.).
Nicht gegebener Gästetreffer
Die Sturm-Mannschaft kam spät aus der Kabine, trotz längerer Pausenansprache erwischte Hartberg den viel besseren Beginn. Jeyland Mitchell warf sich gerade noch in einen Schuss von Havel (52.). Nach einer Stunde hatte Ingolitsch genug gesehen, Ryan Fosso und Maurice Malone ersetzten U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl und Mamageishvili. Beim TSV humpelte Hoffmann vom Platz. Musibau Aziz kam neu in ein Spiel mit nun deutlichen Vorteilen für Hartberg.
In der 71. Minute reklamierten die Oststeirer vergeblich Elfmeter, ein Handspiel von Jatta wurde längere Zeit geprüft. Nach der folgenden Ecke zappelte der Ball im Tor. Schopp, der Sohn von Sturmlegende Markus Schopp, hatte zum 1:0 eingeköpfelt. Doch Referee Isa Simsek ahndete sofort einen leichten Stoß von Schopp gegen Mitchell (72.). Im Finish erhöhten die Gastgeber noch einmal die Schlagzahl, blieben dabei aber unkonkret. Jacob Hödl schnupperte am Lucky Punch, doch sein Schuss aus der Drehung ging vorbei (87.). Und auch die späte Einwechslung von Sturms Leihangreifer Rory Wilson blieb ohne Wirkung.
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